9.1.19: AfD-Mahnwache ohne Außenwirkung. Vielschichtiger Antifaschismus bleibt notwendig!

Trotz weniger als 24 Stunden Mobilisierungszeit und winterlichem Schneeregen haben heute über 150 Menschen auf dem Schlossplatz gegen die Spontanmahnwache der AfD-Landtagsfraktion demonstriert. Der schweigende rechte Haufen, bestehend aus knapp 40 Abgeordneten und ihren Mitarbeitern, war in bekannter Stuttgarter Manier weiträumig mit Gittern, Bereitschaftspolizei und BFE abgeschirmt.

Neben lautstarken Protest und einer Spontandemonstration am Ende der Proteste konnten wir mit knapp 1000 verteilten Flugblättern viele interessierte PassantInnen informieren. So ist deutlich geworden: In Stuttgart findet keine rechte Veranstaltung ohne antifaschistischen Widerstand statt.

Erst recht auch dann nicht, wenn die AfD bemüht ist sich selbst in eine Opferrolle zu drängen. Gerade weil wir uns den, teilweise auch aus linken Kreisen, geäußerten Verurteilungen des Angriffs auf den Bremer AfD-Landesvorsitzenden Magnitz nicht anschließen. Warum auch? Die AfD ist die Partei der organisierten Gewalt.
– So ist es doch die AfD, die am liebsten alle Flüchtlingsboote, inklusive der Menschen, im Mittelmeer versenken würde.
– Es ist die AfD, die alltägliche häusliche Gewalt verschweigt (wenn sie nicht gerade in ihr rassistisches Hetzkonzepzt passt) und mit ihrem Frauenbild patriarchale Strukturen fordert.
– Es ist die AfD, die mit ihrer Hetze zu Brandstiftung und Hetzjagden auf Andersdenkende und Minderheiten anstiftet.
– Es ist die AfD, die mit ihren Privatisierungsbestrebungen noch mehr Menschen in Altersarmut zwingen will.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Es ist absolut notwendig und legitim sich gegen diese, von Gewalt geprägte, rechte Hetze zur Wehr zu setzen. In Stuttgart, Bremen und anderswo.

Das Problem heißt rechte Gewalt!

Nach den Protesten kam es zu einer Festnahme durch die Stuttgarter Einsatzhundertschaft. Dem Betroffenen gilt unsere volle Solidarität!

http://aabs.tk/

 

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9. Januar 2019: Keine AfD Kundgebung in Stuttgart!

Kurzfristig plant die AfD-Landtagsfraktion am Mittwoch, 9. Januar 2019, eine Kundgebung in der Stuttgarter Innenstadt. Die Rechtspopulisten wollen auf dem Schlossplatz (bei der Commerzbank) eine „Mahnwache“ abhalten. Trotz des kurzen Zeitraums rufen wir alle zum Widerstand gegen das rechte Treiben auf.
Kommt um 16.15 Uhr zum Stuttgarter Schlossplatz und lasst uns gemeinsam den Rechten einen fetten Strich durch ihre Planungen machen.

Während nahezu täglich Menschen im Mittelmeer ersaufen, kaum eine Woche vergeht in der keine Geflüchtetenunterkunft angezündet wird und Frauen immer häufiger an den Folgen häuslicher Gewalt sterben, ruft die AfD zur „Mahnwache“ gegen Gewalt in Stuttgart auf.
Verlogener geht es kaum. Hier zwängen sich Täter in eine Opferrolle, die ihnen in keinster Weise zusteht:
– So ist es doch die AfD, die am liebsten alle Flüchtlingsboote im Mittelmeer versenken würde.
– Es ist die AfD, die alltägliche häusliche Gewalt verschweigt (wenn sie nicht gerade in ihr rassistisches Hetzkonzepzt passt) und mit ihrem Frauenbild patriarchale Strukturen fordert.
– Es ist die AfD, die mit ihrer Hetze zu Brandstiftung und Hetzjagden auf Andersdenkende und Minderheiten anstiftet.
– Es ist die AfD, die mit ihren Privatisierungsbestrebungen noch mehr Menschen in Altersarmut zwingen will.

Sich dieser, von Gewalt geprägten, rechten Hetze in den Weg zu stellen ist wichtig und legitim. Und es ist absolut notwendig sich dagegen zur Wehr zu setzen.

Kommt deshalb auf den Schlossplatz!
Das Problem heißt rechte Gewalt!

http://aabs.tk/

Jugendhaustour und Infotisch in Waiblingen

Zum Jahresabschluss waren wir vom Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr im ganzen Kreis unterwegs, um Menschen dazu einzuladen mit uns aktiv zu werden und mit breiten Teilen der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen. So gelang es uns, auch außerhalb von Kundgebungen und sonstigen Aktionen als OAT präsent zu sein.

Am Nachmittag des 21. Dezembers fuhren wir in mehrere Jugendzentren des Rems-Murr Kreises um unsere Flyer dort auszulegen und Plakate aufzuhängen. Es wurden viele Gespräche geführt und auch Möglichkeiten über zukünftige Zusammenarbeit andiskutiert. So konnten wir vor allem jüngere Menschen über unsere Arbeit gegen Rechts informieren und mit ihnen über lokale rechte Umtriebe ins Gespräch kommen.

Samstags, einen Tag später gegen 15 Uhr, hielten wir eine Kundgebung mit Infotisch auf dem alten Postplatz in Waiblingen ab. Dort warben wir für uns und unsere politische Arbeit, indem wir an die PassantInnen Flugblätter verteilten und mit Durchsagen auf unsere Inhalte hinwiesen. Auch hier konnten PassantInnen verschiedenster Altersgruppen erreicht werden. Wir führten unterschiedlichste Diskussionen, in denen wir ein großes Bewusstsein für den gesellschaftlichen Rechtsruck wahrnehmen konnten und auch das ein oder andere Vorurteil über unsere Bewegung entkräfteten.Viele verweilten an unserem Infotisch, bei welchem es warme Getränke und Gebäck gab. Auch eine Stellwand, die über Naziaktivitäten im Rems-Murr Kreis informierte und über die Bedeutung faschistischer Symbolik aufklärte, lud zum Verweilen und diskutieren ein. Wir konnten den ganzen Nachmittag über Präsenz zeigen, über unser Treffen und unsere Arbeit informieren und den Menschen die Gesichter hinter „der Antifa“, welche sie bisher oft nur aus der bürgerlichen Presse kannten, zeigen.

Obwohl wir wegen starken Regen am Samstag früher als geplant einpacken mussten, lassen sich unsere beiden kleinen Mobilisierungsaktionen als Erfolge verbuchen. Mit diesen positiven Erfahrungen gehen wir optimistisch ins Jahr 2019!

Wenn du Interesse an oder Ideen für die Arbeit gegen Rechts hast, komm vorbei und bring dich ein!

Jeden zweiten Dienstag im Monat um 19 Uhr im IGM-Haus Waiblingen

Solidaritätskundgebung in Rudersberg für Alfred Denzinger

Heute versammelten sich ca. 80 Menschen vor dem Rudersberger Rathaus, um ihre Solidarität mit Alfred Denzinger zu bekunden. Der Journalist wurde seiner Arbeit bei dem kritischen Onlinemagazin “Beobachter News” wegen bereits zum vierten Mal Opfer eines faschistischen Farbanschlags. Urheber des Anschlags sind die selbsternannten „Autonomen Nationalisten Rems-Murr“, ein national-pseudorevolutionäres Häufchen. Ihr politisches Wirken beschränkte sich bisher auf feige Angriffe gegen linke Personen, Institutionen und Veranstaltungen. Ganz egal, wie „widerständig“ sie sich dabei vorkommen: Ihre Aktionen richten sich immer gegen diejenigen, die bereits mit staatlicher Repression zu kämpfen haben. Trotz klirrender Kälte und einer geringen Anzahl von Passantinnen und Passanten ist die Kundgebung als Erfolg zu betrachten. Verschiedene Gruppen machten ihre Solidarität mit Grußworten deutlich. Unter anderem die Deutsche Journalisten Union, der DGB Kreisverband, die Partei Die Linke und der ehemalige Gemeindepfarrer von Rudersberg sprachen Alfred Denzinger Mut zu und bestärkten ihn, mit seiner wertvollen Arbeit weiter zu machen. Der Journalist selbst ergriff am Ende der Kundgebung das Wort, bedankte sich für die Solidarität und machte klar, dass er sich weder von staatlicher Repression noch von Naziangriffen einschüchtern lassen wird. Zu guter Letzt wurde noch ein Soli-Bild für Alfred Denzinger aufgenommen.
Die Kundgebung verlief störungsfrei, da sich zwei Polizisten am Rande auf das Beobachten der Veranstaltung beschränkten. Nach Beendigung der Kundgebung fuhren sie den abreisenden Antifas zu deren Belustigung bis zum Bahnhof hinterher.
Wir als OAT beteiligten uns mit Flugblättern, einem Grußwort und unserem Transparent an der Kundgebung. Dadurch konnten wir klarstellen, dass selbstbestimmter Antifaschismus, der sich nicht auf staatliche Behörden im Kampf gegen Rechts verlässt, der einzige wirksame Schutz gegen Nazi-Angriffe ist. Auch das Beispiel des attackierten Journalisten zeigt, wie wenig Interesse die Polizei, vor allem aber der Staatsschutz, an der Aufklärung der rechten Angriffe hat. Statt gegen die Täter vorzugehen, überziehen sie Alfred Denzinger mit willkürlichen Anzeigen und versuchen ihn auf diese Weise in seiner journalistischen Tätigkeit einzuschränken. Deshalb machten wir heute ebenso klar deutlich, dass der einzig zielführende Umgang mit Nazistrukturen ihre Zerschlagung ist.
Sowohl unsere Flugblätter als auch unsere Rede stießen auf viel positive Resonanz bei den Teilnehmenden. Dass wir als Antifas neben Gewerkschaftern und Kirchenvertretern ein selbstverständlicher und tragender Teil der Kundgebung waren, ist Beweis für die Möglichkeit antifaschistischer Bündnisarbeit. Nicht aus Spaß an der Freude, sondern weil wir uns bewusst darüber sind, wie antifaschistische Politik funktioniert – und wie nicht, haben wir mit Erfolg radikale Inhalte in die Kundgebung getragen. Besonders erfreulich ist, dass die verschiedenen Bündnisorganisationen uns deshalb als entschiedensten Teil der antifaschistischen Bewegung wahr und ernst genommen haben.
Auch in Zukunft werden wir, von einem zunehmend gefestigten Standpunkt aus, gegen Nazis aktiv sein. Und wenn auch du Interesse an oder Ideen für die Arbeit gegen Rechts hast, komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr!

Solidarität mit allen Opfern rechter Angriffe!
ANRM zerschlagen!

“Für die Freiheit, für das Leben, Nazis von der Straße fegen!”

 

 

Solidarität mit dem attackierten Journalisten – Der Rems-Murr-Kreis bleibt antifaschistisch!

Soli AD2

Vor rund zwei Wochen ist ein Rudersberger erneut zur Zielscheibe von
Angriffen rechter Schmierfinken geworden. In der Nacht vom 24. auf den
25. November verunstaltete eine faschistische Gruppe Wohnhaus und PKW
des Journalisten Alfred Denzinger, Herausgeber der „Beobachter News“.
Am Ort des Geschehens brachte die faschistische Bande neben ihrer
üblichen Signatur, dem Kürzel „ANRM“ (=Autonome Nationalisten
Rems-Murr), Hakenkreuze und andere rechte Symbole an. Der jüngste
Farbanschlag ist gewiss kein Einzelfall. Obwohl im Vorfeld
„NS-Area“-Aufkleber in der Nähe des Tatorts angebracht worden waren, was einer Ankündigung gleichkommt, hat die Polizei wie erwartet nichts
verhindert und die Täter auch nicht zur Rechenschaft gezogen.

Wir sagen: So geht es nicht weiter! Rudersberg braucht keine
Nazi-Schmierereien, keine peinlichen Runenkritzeleien und keine rechten
Störer, die mit ihren menschenverachtenden Hetzparolen die Gemeinde
spalten. Das alles schadet nur der Gemeinde Rudersberg. Was wir
benötigen, ist ein solidarisches und antifaschistisches Miteinander.
Deshalb ist es an der Zeit, ein entschiedenes Zeichen gegen die Umtriebe dieser faschistischen Kriminellen zu setzen. Sie müssen gefasst und
bestraft werden. Wir kämpfen Schulter an Schulter mit allen Opfern
solcher Einschüchterungsversuche, anti-linker Diffamierung und
rassistischer Gewalt, ob im Rems-Murr-Kreis oder anderswo!
Für uns als AntifaschistInnen ist klar: Egal ob AfD, ANRM oder andere Faschisten – Rechte Strukturen müssen zerschlagen werden!

Kommt am 15.12 um 10 Uhr vor dem Rudersberger Rathaus in der Backnanger Straße 26!

Wer schweigt stimmt zu – lasst Faschisten nicht in Ruh!

Link zur Facebook-Veranstaltung:

https://www.facebook.com/events/394006544474552/

Jetzt am Samstag: AfD-Demo in Stuttgart verhindern!

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Am Samstag, den 8. Dezember 2018, will die AfD in Stuttgart eine Demo gegen den „Migrationspakt“ machen. Stefan Räpple, AfD-Landtagsabgeordneter aus Freiburg und einer der extrem rechten Hardliner der Partei, ruft im Internet zur Demo auf. Räpple macht keinen Hehl daraus, dass er an den rassistischen Pogromen von Chemnitz im Sommer diesen Jahres teilnahm.

Er und seine Partei sind ein durch und durch reaktionärer, rassistischer und sexistischer Haufen. Ihr politisches Programm ist nicht im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung. Im Gegenteil. Der AfD geht es ganz bewusst darum, Menschen gegeneinander auszuspielen und aufzuhetzen. Das werden wir nicht zulassen: Wir verhindern gemeinsam und mit allen notwendigen Mitteln, dass Nazis und Rassisten ungestört ihre Hetze verbreiten können!

Damit wir als AntifaschistInnen gemeinsam in Stuttgart ankommen, treffen wir uns um 12 Uhr in Waiblingen am Bahnhof an Gleis 5 um dann gemeinsam mit der S-Bahn zum Rotebühlplatz zu fahren.

Kommt mit uns am Samstag auf die Straße:
Alle zusammen gegen den Faschismus! Für eine solidarische Zukunft!

Anfahrt: 12.00 Uhr Waiblingen Gleis 5
Bündniskundgebung: 12.30 Uhr Rotebühlplatz / Stadtmitte
Danach: Proteste gegen die AfD-Kundgebung am Kronprinzplatz

Plakate und Flyer zum Selbstdruck.

Für eine Welt in der niemand fliehen muss!

Für eine Welt in der niemand fliehen muss!
Gegen Aufrüstung, Rassismus und soziale Spaltung

Wir leben in einer Welt, in der Reichtum weniger Menschen auf Kosten vieler Menschen gesichert wird. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele: Europäische Billigexporte von Hähnchen zerstören Lebensmittelmärkte im Niger. Seltene Erden wie Coltan werden von großen Unternehmen zur Herstellung von Elektrogeräten ausgebeutet. Wobei der Kampf um Coltan nicht nur natürliche Ressourcen strapaziert, sondern auch zu bewaffneten Konflikten und Zwangsarbeit im Kongo führt. Waffen werden in die ganze Welt verkauft – auch in Kriegs- und Krisengebiete beispielsweise an Saudi-Arabien. Es ist verständlich, warum Millionen Menschen aus derartigen Verhältnissen fliehen. Doch die Wege in ein neues Leben werden ihnen versperrt. Die Grenzen in und um Europa sind dicht. Mit der Türkei oder Libyen wird zusammengearbeitet, um Menschen von Europa fernzuhalten. Militärschiffe, Überwachungssysteme, Stacheldrahtzäune, Auffanglager sowie bewaffnete Soldaten – die EU scheut keine Kosten, um Europa in eine Festung zu verwandeln.

Was hat das alles mit uns zu tun? Kein anderes EU-Land treibt die Aufrüstung an den Außengrenzen Europas mehr voran als Deutschland. Die deutsche Bundeswehr mischt in Kriegen weltweit mit. Und es sind deutsche Unternehmen, die von Exporten und Rohstoffausbeutung profitieren. Das Wirtschaften und die Politik, die Millionen Menschen in die Flucht und in den Tod treiben, beginnen also direkt vor unserer Haustür.

Die Zustände hier vor Ort sehen auch nicht viel rosiger aus. Die wenigen Menschen, die in Deutschland ankommen, führen ein Leben am Rande der Gesellschaft. Geflüchtete, vor allem Frauen und LGBTIQ*-Refugees, sind sexueller Gewalt und Diskriminierung – auch in den Lagern selbst – ausgesetzt. Sie alle sind mit einer ausgefeilten Abschiebemaschinerie und Rassismus konfrontiert. Mal durch Anzugträger der AfD, mal durch gewalttätige Hooligans auf der Straße und mal in Form von abwertenden Kommentaren im Supermarkt. Soziale Missstände wie Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit oder Armut geben Konservativen und Rassisten zusätzlichen Aufwind. Allerdings sind es nicht die geflüchteten Menschen, die Verantwortung dafür tragen, wenn hier das Sozialsystem abgebaut wird, zu wenig Wohnungen gebaut werden oder die Beschäftigungsverhältnisse prekär sind. Ganz im Gegenteil: Es sind die politischen Verantwortlichen, die Wohnungen privatisieren und so die Mieten in die Höhe treiben. Es sind oft die Geflüchteten, die unter menschenunwürdigen Bedingungen die Jobs erledigen, die gerade sonst keiner machen will – beispielsweise als billigste Tagelöhner im Handwerk oder der Reinigungsbranche.

Wir wollen deutlich machen, dass wir gemeinsam und solidarisch auf die Straße gehen:
Für eine Welt in der niemand fliehen muss – ohne Krieg, Grenzen und Zerstörung!
Für eine solidarische Welt – ohne Rassismus und Spaltung!
Die aktuellen Missstände – hier vor Ort und weltweit – gehen uns alle etwas an.

Kommt am 15. Dezember 2018 um 13:00 Uhr zur Demonstration!
Auftaktkundgebung ist in der Lautenschlagerstraße, Stuttgart.

www.flucht-demo.de