Backnang besser ohne Nazis!

 

Am 27. Oktober ruft das Bündnis Zusammen gegen Rechts um 11 Uhr zu einer Kundgebung in Backnang auf. Hierbei soll über die jüngsten faschistischen Aktivitäten aufgeklärt werden. Wir finden dies sehr richtig und unterstützenswert und rufen deshalb zum Besuch und zur Beteiligung an der Kundgebung auf. Wenn der Kampf gegen Rechts langfristig erfolgreich sein soll, ist es notwendig, eine antifaschistische Haltung in breiten Teilen der Gesellschaft zu fördern. Gehen wir gemeinsam diese Aufgabe an. Kommt also am 27. Oktober um 11 Uhr zur Marktstraße vor dem alten Rathaus in Backnang!

Anbei spiegeln wir den Aufruf des ZgR-Bündnisses:

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Was? Kundgebung „Backnang besser ohne Nazis!“
Wo? In Backnang vor dem alten Rathaus in der Marktstraße*
Wann? Am 27.10 um 11 Uhr

Die Kundgebung für eine Welt ohne Rassismus mit 400 TeilnehmerInnen in Winnenden war ein voller Erfolg. An diesen Erfolg wollen wir anknüpfen, wenn wir das Faschistenproblem im Rems-Murr-Kreis weiter angehen möchten. Von alleine werden die Faschisten nicht damit aufhören, ihre menschenverachtende Propaganda in die Öffentlichkeit zu tragen. Seit der Kundgebung für eine Welt ohne Rassismus versuchen ebenjene immer mehr sich medial geschickt als Opfer zu inszenieren.

Gleichzeitig nehmen rechte Provokationen und Schmierereien wieder zu: In Backnang tauchen in letzter Zeit wieder vermehrt rechte Aufkleber auf. Höhepunkt der rechten Aktionen sind die großflächigen Schmierereien an der Berufsschule in Backnang. Dort wurde die Schule mit einschlägigen Runen und faschistischen Hetzparolen besudelt.

Es ist natürlich nicht einfach, sich gegen solche Nacht-und-Nebel-Aktionen effektiv zu Wehr zu setzen. Ein erster, wichtiger Schritt ist allerdings, solche Dinge nicht totzuschweigen, sondern in die Öffentlichkeit zu tragen. Damit die Faschisten ihre Aktivitäten einstellen, ist es wichtig dass möglichst viele Menschen aufstehen und in ihrem Alltag klare Kante gegen Rechts zeigen. Egal ob Betrieb, Schule oder auf der Straße – im Rems-Murr-Kreis ist kein Platz für Rassismus und Faschismus!

Als Bündnis „Zusammen gegen Rechts Rems-Murr“ laden wir deswegen jedeN InteressierteN herzlich dazu ein, sich auf unserer Kundgebung zu informieren, mit uns ins Gespräch zu kommen und ein klares Zeichen dafür zu setzen, dass Backnang ohne Nazis einfach besser ist. Neben Redebeiträgen, Musik und einem Infotisch wird es auch wieder ausführliche Stellwände bezüglich der faschistischen Aktivitäten im Rems-Murr-Kreis geben. Wir freuen uns über zahlreichen Besuch!

Bündnis Zusammen gegen Rechts Rems-Murr

* Die Kundgebung ist vor dem Alten Rathaus angemeldet. Sollte sich der Ort durch Auflagen des Ordnungsamtes ändern, informieren wir über unsere Facebookseite https://www.facebook.com/RMKgegenRechts .
oder im Web https://zusammengegenrechts.wordpress.com/

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Symbolische Abschottung des CDU Büros in Waiblingen anlässlich der Bayernwahl

In Waiblingen haben heute antifaschistische AktivistInnen aus dem OAT Rems-Murr eine symbolische Grenzmauer vor dem CDU-Büro errichtet. Damit wollten wir auf das verbrecherische Grenzregime aufmerksam machen, dass an den europäischen Außengrenzen jeden Tag für tote Flüchtlinge verantwortlich ist. Dazu wurden noch einige hundert Flyer in der Nachbarschaft verteilt, die auf die Aktion und die politischen Hintergründe aufmerksam machten.

 

Die CDU und ihre bayerische Schwesterpartei CSU sind maßgeblich an der Verschiebung des Diskurses nach Rechts beteiligt. Angeheizt von der in Teilen faschistischen AfD wurden in den letzten Jahren massive Angriffe auf die Grundrechte sowie Grundbedürfnisse der Bevölkerung vorgenommen: Seien es die neuen demokratiefeindlichen Polizeiaufgabengesetze, die fast vollständige Demontage des Asylrechts oder die Ignoranz gegenüber der Wohnungsnot großer Teile der Bevölkerung. Gleichzeitig greift die CDU/CSU wieder verstärkt die Menschen an, die mit den Betroffenen für eine bessere und solidarische Gesellschaft kämpfen wollen: Linke, fortschrittliche Kräfte. Deshalb ist die CDU genau die richtige Adresse, um Protest gegen den Rechtsruck in der BRD zu äußern. Am Tag der Bayernwahl wird besonders deutlich, wie nötig es ist, aktiv gegen die Verschärfung der Verhältnisse zu werden, ebenso gegen die erstarkenden rechten Kräfte, egal ob diese Anzug oder Thor Steinar tragen.

Im übrigen solidarisieren sich die AntifaschistInnen ausdrücklich mit der am Wahlabend stattgefundenen Kundgebung in Stuttgart unter dem Motto „Schluss mit Rassismus, Abschottung und Spaltung!“ und senden ihre Grüße an die TeilnehmerInnen.

Hier der Text des Flyers, der in der Anwohnerschaft verteilt wurde:

“Liebe Anwohnerinnen und Anwohner,
Liebe Waiblingerinnen und Waiblinger,

heute, am 14. Oktober ist Landtagswahl in Bayern. Anlässlich dazu liefern sich AfD und CSU ein Rennen um den Platz der rechtesten Partei und überbieten sich gegenseitig mit immer rassistischeren, rückschrittlicheren Forderungen. So inszenierte sich die CSU vor ein paar Monaten als Law-and-Order-Partei, indem sie das demokratiefeindlichste Polizeigesetz seit 1945 in Bayern einführte. Der Polizei ist es nun unter anderem erlaubt, „Explosivmittel“ (also Handgranaten) gegen Menschen einzusetzen, ohne Kontrolle Trojaner auf elektronische Geräte laden und KritikerInnen und AktivistInnen dürfen ohne Richterurteil „präventiv“ eingesperrt werden (so geschehen vor den Protesten gegen den EU-Gipfel in Salzburg).

Um diese Angriffe auf die Grundrechte propagandistisch abzusichern, schüren CSU und AfD die Angst vor MigrantInnen und Geflüchteten und versuchen damit, die Bevölkerung zu spalten. Gleichzeitig sind beide Parteien vorne dabei, wenn es darum geht soziale Errungenschaften abzuschaffen und öffentlich notwendige Dienste wie Krankenhäuser, Sozialwohnungen oder Schulen kaputt zu sparen, damit diese mehr Gewinn abwerfen. Dieses Klima der sozialen Unsicherheit bestärken sie, indem sie versuchen, die LeiharbeiterInnen oder die HartzIV-EmpfängerInnen gegen sogenannte „Wirtschaftsflüchtlinge“ aufzuhetzen.

Da Bayern in puncto Polizeipolitik eine Vorreiterrolle in Deutschland ist, ist es wichtig, auch in Baden-Württemberg Protest gegen die bayrischen Verhältnisse zu setzen. Auch in Baden-Württemberg gab es unlängst eine Verschärfung des Polizeigesetzes, hier ist wie in Bayern ebenfalls der Einsatz von Sprengstoffen gegen Menschen und die unkontrollierte Überwachung durch die Polizei möglich. Eingeführt wurde dies durch die Stimmen der Grünen und der CDU. Einzelne CDU-Spitzen teilen hin und wieder mal eine Kante gegen die AfD aus, wenn es allerdings um rassistische Forderungen der CSU geht, schweigt sie sich aus. Wer mit rechten Hetzern gemeinsame Sache macht, der muss mit Protest konfrontiert werden. Deswegen haben wir, antifaschistische AktivistInnen aus dem Rems-Murr-Kreis, heute das CDU-Büro in Waiblingen symbolisch zugemauert. Wir erhoffen uns dadurch einen geschärften Blick der Öffentlichkeit auf die inkonsequente Haltung der CDU zu den rechten Spaltern von CSU und AfD.”
Wenn auch du Interesse daran hast, Aktionen gegen Rechtsruck mitzugestalten, dann komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr. Das nächste Offene Treffen findet am 13. November um 19 Uhr in der Fronackerstraße 60 in Waiblingen statt.

Ob CSU oder AfD, stoppt den Rechtsruck in der BRD!

Für eine solidarische Gesellschaft!

Quelle: https://de.indymedia.org/node/25113

 

 

 

Kein Bock auf AfD, rechte Hetze oder Stress mit Nazis? Komm zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr!

Der Rechtsruck ist in vollem Gange: Die AfD ist laut neusten Umfragen inzwischen die zweitstärkste Partei in der BRD, offen auftretende Faschisten stärken in ihrem Schatten ihre Strukturen, bürgerliche Parteien überbieten sich mit Forderungen nach mehr Grenzkontrollen und innerer Aufrüstung. Doch auch die Gegenbewegung gewinnt an Stärke. Bundesweit gehen Menschen wieder massenhaft gegen Rechts auf die Straße und werden aktiv, so auch im Rems-Murr-Kreis. Dies zeigte sich zum Beispiel in Winnenden, wo 400 Menschen gegen rechte Umtriebe und Nazigewalt auf der Straße waren. Um diesen Menschen eine Möglichkeit zu geben, kollektiv und kontinuierlich aktiv zu werden, gibt es jetzt das Offene Antifaschistische Treffen Rems-Murr.

Einige AktivistInnen waren schon heute im Rems-Murr-Kreis selbstbestimmt und spontan auf der Straße um die Bevölkerung über Naziumtriebe zu informieren und mit einem Transparent und Fahnen auf das OAT aufmerksam zu machen. In Schorndorf, Waiblingen und Backnang wurden Flyer verteilt, kurze Kundgebungen abgehalten und Gespräche mit der Bevölkerung geführt. Darüber hinaus wurde vor allem in Backnang einiges an Nazi-Propaganda aus dem Stadtbild entfernt und in Waiblingen ein AfD-Stand gestört. Vor allem die Aktion am rechten Infostand in Waiblingen stieß auf großen Zuspruch. PassantInnen schlossen sich dem Protest an und applaudierten den AktivistInnen, zeitweise konnte die AfD kein einziges Flugblatt mehr loswerden, dafür wurden umso mehr OAT-Flugblätter an Interessierte verteilt. Umstehende wurden über den wahren Charakter der AfD mit Parolen und kurzen Reden aufgeklärt, welche keineswegs die Partei des kleinen Mannes ist, sondern im Interesse der Reichen die Bevölkerung spaltet und gegeneinander aufhetzt. Außerdem wurde noch einiges Propagandamaterial der Hetzpartei sichergestellt und fachgerecht entsorgt. Das traf eine rechte Hetzerin offenbar so sehr, dass sie in Tränen ausbrach.

Alles in allem zeigte der heutige Tag einerseits, dass es mehr als nötig ist im Rems-Murr-Kreis antifaschistisch aktiv zu werden. Ein AfD-Stand in Waiblingen und menschenverachtende Propaganda in Backnang sind ein direkter Angriff auf alle, die nicht ins krude Weltbild der Rechten passen. Andererseits zeigten die vielen positiven Rückmeldungen und die Aktion an sich, dass es Potential für eine starke antifaschistische Bewegung im Rems-Murr-Kreis gibt.

Deshalb kommt zum Offenen Antifaschistischen Treffen Rems-Murr, werdet aktiv gegen Nazis und rechte Hetze!
Immer am 2. Dienstag des Monats um 19 Uhr im IG-Metall Haus Waiblingen!